Fachbereich DSP
Interessant ist Theater nur, wenn man macht, was man nicht kann. Nur daraus entsteht etwas Neues. (Heiner Müller)
WARUM DARSTELLENDES SPIEL?
Kulturelle Bildung ist die Voraussetzung, sich mit der Grundlage unserer Gesellschaft kreativ auseinandersetzen zu können. Sie trägt dazu bei, die physischen, intellektuellen und kreativen Fähigkeiten eines Menschen zu fördern. So ist das kreative Potenzial der Menschen eine wichtige gesellschaftliche Ressource zur Lösung gesellschaftlicher, wirtschaftlicher und globaler Probleme.
Das Fach Darstellendes Spiel leistet dazu einen Beitrag. Selbstständigkeit, Eigenverantwortung, Teamfähigkeit, Kommunikation und soziales Engagement werden durch die Mitarbeit an einem gemeinsamen Projekt über einen langen Zeitraum gefördert und gefordert. Nicht der Selbstdarsteller ist hier gefragt, sondern der engagierte Mitschüler, der mit einer Vielfalt von Aufgaben betraut wird, die ein Theaterstück mit sich bringt. Nebenbei erlangt man auch noch eine gehörige Portion Selbstbewusstsein, um sich vor einem großen Publikum präsentieren zu können, was sich nachhaltig auf den laufenden Unterricht, aber auch auf das spätere Berufsleben auswirkt. Das darstellende Spiel ist somit ein komplexer, fachübergreifender Unterricht, der die Jugendlichen in ihrer Ganzheit anspricht und somit in hohem Grad die Persönlichkeitsentwicklung fördert. Ziel des Faches ist es, jedes Jahr die Ergebnisse zu präsentieren.
WAS LERNE ICH in DARSTELLENDES SPIEL?
Hier geht es um die Vermittlung praktischer Grundlagen des Schauspiels sowie dramen- und theatertheoretisches Grundwissen. Jeder Kurs erarbeitet nach Möglichkeit ein Theaterprojekt, das sich mit den Elementen der Theatersprache (Sprache-Text, Raum, Bewegung, Bilder, Kostüm-Requisit, Musik und Bühnenbild) auseinandersetzt.
Als Grundlage einer Inszenierung können dramatische Texte, die Umformung eines nicht-dramatischen Textes oder eine Eigenproduktion nach einem selbstgewählten Thema dienen.
Wie werde ich zum Darsteller?
- Den eigenen Körper als wesentliches Ausdrucksmittel (Zusammenhang zwischen Körper und Sprache) erfahren
- Einfühlen in andere Figuren durch die sogenannten W-Fragen: Was? Wer? Wo? Wozu? Woher? Wohin?
- Improvisation: Z.B. Verfremdung von Gegenständen - oder ist ein Stuhl nur ein Stuhl?
- Theaterbesuche, um unterschiedliche Formen des Theaters und deren Wirkungsweisen auf das Publikum kennenzulernen und auszuwerten
- Kontinuierliche Mitarbeit und spielpraktische Prüfungen (z.B. Szenen vorspielen/ Improvisieren anhand vorgegebener Situationen/ Gegenstände) stehen im Mittelpunkt der Bewertung
- Spielen, spielen, spielen!!!!!!
Was brauche ich?
- Mut (Wo ist das Schwert? Du hast keins!)
- Neugierde (Wer bist du denn?)
- Humor (Es wird über dich gelacht J)
- Kritikfähigkeit (Aua! Tröste dich, da muss auch der Lehrer durch.)
- Teamgeist (All together now!)
- Phantasie (2+2=Blume?!
Ab wann wird Darstellendes Spiel an der IGS unterrichtet?
Gemeinsam mit den Fächern Musik und Kunst bildet das Fach Darstellendes Spiel (DSP) den musisch-ästhetischen Schwerpunkt der Schule.
In der Mittelstufe wird das Fach Darstellendes Spiel ab Jahrgangsstufe 7 als zweistündiger Wahlpflichtkurs (WPK) angeboten.
In der Oberstufe belegen nach einer Einführung in Klasse 11 die SchülerInnen DSP im Allgemeinen mit zwei Semestern in Jahrgang 12. oder 13.
Projekte
- Bühnenfahrt im 7. Jahrgang nach Verden mit anschließender Aufführung
- „Markt der Möglichkeiten“ in Jahrgang 11, an dem die Fächer Musik und Kunst ebenfalls beteiligt sind.
Ein paar Eindrücke unserer Arbeit
...und auch
...sowie auch
Weiteres
Ansprechperson:
Tanja Koenig
Tanja.Koenig(at)igschule-ohz.de
IGS Osterholz-Scharmbeck zählt zu den Finalisten der „Lenz Challenge“
Zum 100. Geburtstag von Siegfried Lenz (1926–2014) hat NDR Kultur die „Lenz Challenge“ gestartet – einen Kreativwettbewerb für Theater- und Deutschkurse in Norddeutschland. Insgesamt 45 Teams ab Klasse 10 aus Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen und Schleswig-Holstein haben mit ihren Ideen teilgenommen.
Wir freuen uns sehr, dass unsere Schule – die IGS Osterholz-Scharmbeck – zu den zwölf Finalistinnen und Finalisten gehört, die nun ihre kreativen Filmideen bis Mitte Dezember als zweiminütige Handyvideos umsetzen. Diese Arbeit wird von Expertinnen und Experten des NDR unterstützt, die unsere Schülerinnen und Schüler in den Bereichen Dramaturgie und Produktion begleiten.
Die ausgewählten Beiträge zeigen, wie vielfältig und relevant die Stoffe von Siegfried Lenz bis heute sind – und wie eindrucksvoll junge Menschen Literatur in aktuelle gesellschaftliche Themen übertragen können.
Die vollständige Pressemitteilung des NDR finden Sie hier:
https://www.presseportal.de/pm/6561/6153623





