Train kids – das Schicksal jugendlicher Migranten in Mexiko
Am vergangenen Freitag (19. Oktober 2018) war der Autor Dirk Reinhardt im achten Jahrgang zu Gast, um aus seinem Jugendbuch „trainkids“ zu lesen

Dass Kinder aus Mittelamerika sich aufmachen und ihre Eltern suchen, die seit Jahren in den USA zum Geldverdienen leben, war den meisten SchülerInnen der IGS nicht bekannt. Indem sie auf den sogenannten Todeszug steigen, um dann als blinde Passagiere quer durch Mexiko zu reisen, riskieren sie nicht selten ihr Leben. Ständig sollen es um die 50000 Jugendlichen sein, die auf Güterzügen unterwegs sind. Herr Reinhardt erzählte immer wieder von den gesellschaftspolitischen Zusammenhängen und half uns anhand zusätzlicher Fotos die Tragik dieser Lebenswirklichkeitzu verstehen.

Genau diese Kinder hat der Autor Dirk Reinhardt in Mexiko getroffen, mit ihnen Zeit verlebt und sich ihre Erlebnisse angehört. Aus diesen wahren Geschichten ist der Jugendroman „trainkids“ entstanden, der die schwere und oft gefährliche Reise einer Gruppe von Jugendlichen beschreibt, die auf dem Weg in den mexikanischen Norden ist. Oft dauert dieser Weg Monate, er wird immer wieder unterbrochen, durch Erlebnisse von Gewalt und Verfolgung.

Dass gerade jetzt von dem Flüchtlingsmarsch in Mexiko berichtet wird, macht das in der Lesung Erfahrene noch fassbarer: Die wirtschaftliche Not in ihren Heimatländern zwingt viele zu gehen und die eigenen Kinderzurückzulassen. Das Phänomen der Armutsmigration ist alt, doch dass größere Gruppen gemeinsam fliehen, um Stärke zu demonstrieren, diese Bilder erreichen in diesen Tagen auch unsere Nachrichten.

In der Mediothek war es in diesen Stunden stiller als im Schulalltag und die Schüler zeigten anschließend durch ihre Art der Fragen, wie stark sie dieses Thema bewegt: Jugendliche im eigenen Alter, die bei Nachbarn zurückgelassen wurden, begeben sich mutig auf diese gefährliche Route – eine Wirklichkeit, die gleichzeitig zu unserer stattfindet               
     
           

           
         

                  

         


                           
nach oben